Kitzrettung in der Corona-Krise

+++ Update 2021: +++

In Abstimmung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium wurde für jagdliche Tätigkeiten, zu denen auch die Kitzrettung gehört, Folgendes festgelegt:

“[…] von Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen sind […] Maßnahmen, die wegen der Hegeverpflichtung und dem Tierschutz geboten sind, also beispielsweise das Suchen von Rehkitzen vor der Mahd (Kitzrettung) durch Jägerinnen und Jäger und weitere Personen […]

Besonders wichtig:
Gemäß § 9 Absatz 2 CoronaVO gelten die Kontaktbeschränkungen des Absatz 1  (Treffen nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten), bei den o. g. Handlungen nicht […].

Allerdings wird das Einhalten der in § 4 CoronaVO genannten Hygieneanforderungen dringend empfohlen (Abstandsregelung, Mund-Nasen-Schutz, Desinfektion von Gegenständen, die von verschiedenen Menschen berührt werden).

Die zuständigen Behörden können gemäß § 20 Absatz 2 CoronaVO aus wichtigem Grund im Einzelfall Abweichungen von den durch die CoronaVO aufgestellten Vorgaben zulassen. Es wird daher empfohlen, sich vorab mit der zuständigen Behörde abzustimmen. […]”

Quelle: Landesjagdverband Baden Würrtemberg


+++ Weitere Infos +++

Liebe Kitzretter, Jäger, Landwirte und Behörden,

Nach bestem Wissen und Gewissen haben wir ein paar Tipps zusammengefasst, wie Jungwildrettung auch in der Corona-Krise möglich scheint.

Hessen:
“Das direkte Absuchen der Wiesen insbesondere nach Rehkitzen unmittelbar vor der Mahd ist unter Einhaltung der Vorgaben der Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus weiterhin möglich, sofern die beteiligten Personen die erforderlichen Distanzen während der gesamten Suche (also von der Anfahrt über die Absprache und Durchführung der Suche bis zur Abfahrt) einhalten.” Hier geht es zur kompletten Pressemitteilung.
Mit Dank an die Tierschützer aus Hessen, die sich dafür eingesetzt haben, und an Frau Dr. Martin aus dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Bayern – Kitzrettung unter Einhaltung der Vorschriften ebenfalls möglich:
“Maßnahmen der Kitzrettung, wie z. B. Absuchen von Wiesen, Aufstellen von Wildscheuchen oder Drohnenflüge, die dem Versorgen und der Vermeidung von unnötigem Leid der Tiere dienen, sind unter Zuhilfenahme einer weiteren Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört (z. B. dem Bewirtschafter oder einem Helfer) sowie unter Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern zulässig. Bei größeren Wiesen kann es sich anbieten, Teilflächen systematisch in zweier Teams abzusuchen.” Hier geht es zum Artikel.

Behalten Sie bitte die Nachrichten im Auge.

Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund.