Ein Tag für die Jungwildrettung

Am Samstag, den 21. März 2026, wurde die KitzCon zu einem eindrucksvollen Treffpunkt für alle, die sich der Jungwildrettung verschrieben haben. Veranstaltet vom Bayerischen Jagdverband in Zusammenarbeit mit Rehkitzrettung München e. V., bot die Veranstaltung nicht nur ein vielseitiges Vortragsprogramm, sondern vor allem eines: Raum für Austausch, Vernetzung und gelebte Gemeinschaft. Bereits beim Blick auf den Ablaufplan wurde deutlich, wie breit das Spektrum der Themen war – von rechtlichen Grundlagen über technische Innovationen bis hin zu praktischen Anwendungen und Erfahrungsberichten aus der Kitzrettung. Inmitten dieses vielfältigen Programms war auch Barbara Bausch als Referentin vertreten.
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Ein Vortrag über Sichtbarkeit und den Beginn einer Bewegung

Unter dem Titel „Jungwildrettung und öffentliche Wahrnehmung – der Weg aus der Unsichtbarkeit“ stellte Bausch die Arbeit von Kitzrettung-Hilfe vor.
„Manchmal beginnt eine Bewegung mit nur einem einzigen Satz.“
Dieser Satz eröffnete nicht nur ihr Referat, sondern steht auch sinnbildlich für den Ursprung dessen, was heute als starkes Netzwerk erlebt wird. Besonders bewegend wurde es, als Hans-Ullrich Weidner am Ende des Vortrags gebeten wurde, aufzustehen – jener Mann, der im November 2016 den entscheidenden Impuls gab mit den Worten: „Wir müssen etwas tun!“
Dieser Moment machte eindrucksvoll deutlich, wie aus einer einzelnen Idee eine weitreichende Bewegung entstehen kann. Die Reaktionen im Publikum waren spürbar bewegt, gegen Ende flossen sogar Tränen der Rührung. Es wurde deutlich, dass die Jungwildrettung längst mehr ist als eine Aufgabe: Sie ist eine gemeinsame Herzensangelegenheit.

Netzwerken sichtbar gemacht

Ein Highlight am Infostand war die großformatige Übersichtskarte des Netzwerks, die im DIN A0-Format den aktuellen Stand der bei Kitzrettung-Hilfe Registrierten zeigte. Auf einen Blick war die enorme Reichweite des Netzwerks zu sehen – mit Helfern, Drohnenpiloten, Landwirten, Jägern und Organisationen im gesamten deutschsprachigen Raum. Diese Karte entwickelte sich schnell zu einem Besuchermagneten. Viele Gäste blieben stehen, suchten ihre Region und wurden sich erstmals der Größe dieses Netzwerks bewusst. Sie machte sichtbar, was oft nur im Hintergrund geschieht: die Kraft der Zusammenarbeit.

Begegnungen, Austausch und neue Perspektiven

Neben den Vorträgen war es vor allem der persönliche Austausch, der diesen Tag so wertvoll machte. Die Aussteller und Referenten nutzten die Gelegenheit, sich gegenseitig an ihren Infoständen zu besuchen, Erfahrungen zu teilen und neue Ideen zu entwickeln. Besonders bereichernd war der direkte Kontakt mit den vielen Kitzrettungs-Vereinen, die teilweise seit Jahren Teil des Netzwerks Kitzrettung-Hilfe sind. Erstmals ergab sich für Viele die Möglichkeit, sich nicht nur digital, sondern auch persönlich zu begegnen – ein Moment, der das Vertrauen und die Zusammenarbeit weiter stärkt. Es wurden neue Ansätze der Kooperation diskutiert, Kontakte vertieft und gemeinsame Visionen entwickelt. Die KitzCon hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig solche Plattformen sind, um die Jungwildrettung weiter voranzubringen.

Ein Tag, der bewegt

Die KitzCon 2026 war weit mehr als eine Fachveranstaltung. Sie war ein Ort der Inspiration, der Wertschätzung und des gemeinsamen Engagements. Bauschs Vortrag war gut besucht, der Infostand war durchgehend frequentiert und die zahlreichen Gespräche zeigten deutlich: Die Jungwildrettung ist auf dem richtigen Weg – und sie ist sichtbar geworden.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Veranstaltern, Mitwirkenden und Besuchern, die diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben. Denn eines ist klar:
Eine Bewegung lebt von den Menschen, die sie tragen.