Tragen Sie sich in unsere Datenbank ein und/oder fragen Sie Ihre örtlichen Landwirte und Jäger.

Kitzrettung-Hilfe stellt lediglich die Plattform zur Verfügung, hat aber keinen Einfluss darauf, ob und wann Sie als Helfer, Organisation oder Copterpilot angefragt werden. Sollten Sie sofort aktiv werden wollen, gibt es viele weitere Möglichkeiten, die Sie parallel zur Registrierung haben:

Viele Tipps und Hinweise, auch was Sie beachten müssen, finden Sie unter Helferinfos und Rechtliches.

Es passiert leider ab und zu, dass Sie eine Fehlermeldung bekommen, wenn Sie sich über Ihr Mobiltelefon eintragen. Wir arbeiten daran, das zu beheben.

Aus Erfahrung können wir aber sagen, dass die Registrierung trotz der Fehlermeldung in den meisten Fällen funktioniert.
Wenn Sie sich dennoch unsicher sind, schreiben Sie uns gerne und wir informieren Sie über Ihren Eintrag.

Möchten Sie auf unsere Liste der Kitzrettungs-Organisationen oder Drohnenpiloten aufgenommen werden, dann schreiben Sie uns bitte eine Mail an info@kitzrettung-hilfe.de.

Die meisten Wiesen sind vom Eigentümer, dem Landwirt, an einen Jagdausübungsberechtigten verpachtet. Nur wer diese Berechtigung besitzt, hat laut Gesetz die Befugnis, "wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen (Wild) [...] sich anzueignen." (BJagdG § 1, Abs. 1). Wer ohne die entsprechende Befugnis Hand an wildlebende Tiere legt, begeht streng genommen Jagdwilderei. Ist ein Jagdausübungsberechtigter bei Einsätzen anwesend und hat Ihnen als Helfer/in seine Erlaubnis gegeben, Kitze, Junghasen oder Gelege aus der Wiese zu tragen, sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite.

Im Regelfall ist der entsprechende Jäger bei der Rettungsaktion anwesend. Sollte das Verhältnis und Vertrauen zwischen Jagdpächter und Herfern es zulassen, dass Helfer ohne die Anwesenheit des zuständigen Jagdpächters tätig werden, muss eine Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten unbedingt vorliegen - mündlich oder schriftlich. Ein entsprechendes Formular finden Sie hier.

Der Jäger ist zu Maßnahmen zum Schutz des Jungwildes verpflichtet. Die Pflicht zur Hege ist im Jagdgesetz ebenfalls verankert.

Außerdem werden Mähtermine oft sehr kurzfristig bekannt gegeben. Halten Sie sich in der Zeit von Mai bis Ende Juni weitestgehend bereit.
Bitte lesen Sie dazu auch weitere Informationen, über die Sie Bescheid wissen sollten. Diese finden Sie unter Helferinfos und Rechtliches.

Im Idealfall ist bei einer Kitzrettungsaktion ein Jäger anwesend. Dieser wird Anweisungen geben, die Helfer einteilen und ihnen genau erklären, was wann vom wem zu tun ist.
Schließen Sie sich einer erfahrenen und qualifizierten Gruppe an, die im Einvernehmen mit dem zuständigen Jäger/Landwirt agiert, so wird sich dort bereits eine klare Struktur etabliert haben, in der Ihnen die Person vorgestellt wird, die "das Kommando" über den Einsatz übernimmt.

Diesen Anweisungen ist in jedem Fall Folge zu leisten.

Es speilt dabei keine Rolle, ob Sie bereits bei einem anderen Einsatz dabei waren und alternative Verfahren kennengelernt oder das Gefühl haben, etwas anders machen zu müssen. Im Zweifelsfall kennt der Jäger (oder die Gruppe, die schon viele Jahre in diesem Gebiet tätig ist) die Gegeben- und auch Besonderheiten am besten, auf die die Vorgehensweise über die Zeit angepasst worden ist.

Eine echte Hilfe sind Sie dann, wenn mit Ihnen ein Einsatz schneller und unkomplizierter verläuft als ohne Sie.

Grundsätzlich können - sofern Jagdpächter und Landwirt nichts dagegen haben - nur Sie selbst entscheiden, inwiefern Ihre Kinder das Alter erreicht haben und in der Lage sind, Einsätze zu begleiten.

Bedenken Sie bitte,

  • dass das Gras mitunter so hoch ist, dass es Erwachsenen bis unter die Achseln reicht. Kinder sollten groß genug sein, um im hohen Gras nicht zu verschwinden;
  • dass Kitzrettung körperlich anstrengend und mit hoher Konzentration verbunden ist. Nur Sie wissen, ob Ihre Kinder in der Lage, sich über Stunden zu konzentrieren und sie der körperlichen Belastung gewachsen sind;
  • dass bei aller Sorgfalt auch etwas schief gehen kann. Solche Erlebnisse sind niederschmetternd und belastend. Überlegen Sie bitte gut, was für Ihr Kind zumutbar ist.

Was Kinder in jedem Fall tun können, ist, beim Scheuchen-Basteln und unter Begleitung Erwachsener und der Verantwortlichen beim Aufstellen zu helfen. Ebenso haben wir ein Programm zum Thema unter "Schulprojekt" verfügbar, das sich auch im privaten Umfeld umsetzen lässt. Die entsprechenden Materialien finden Sie hier.

Auch bietet Doris Völker-Wamser über die Aktion Kids for Kitz eine Menge Tipps und Anregungen dafür, wie Kinder sich aktiv einbringen können.

Was Kitzrettung im Einzelnen bedeutet, und worauf Sie sich einstellen müssen, finden Sie unter unseren Hinweisen für Helfer und unter Rechtliches.

Vereine haben die Möglichkeit, extra Versicherungen für Kitzretter abzuschließen.
Gehört man keinem Verein an, so gilt die Hilfe bei der Kitzrettung als freiwillige Freizeitgestaltung auf Basis eigener Verantwortung. Sollten Sie ein eigenes Team aufstellen, sollten Ihre Helfer darüber Bescheid wissen, dass sie auf eigenes Risiko handeln.
Kinder brauchen das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten und jüngere Jugendliche eine Aufsichtsperson.

Für alle anderen Hunde gilt:
Voraussetzung ist, dass Ihr Hund die Aufmerksamkeit nicht zu sehr auf sich lenkt, die Sie und andere Helfer dringend für die Jungtiere in der Wiese brauchen.
Außerdem sollte er ausdauernd sein und kein Problem mit hohem Gras haben. Er sollte demnach eine ausreichende Größe für diesen Einsatz haben.
Nehmen Sie Ihren Hund nur mit, wenn er gut an der kurzen Leine geht und Wild, das er findet, zuverlässig in Ruhe lässt. Keinesfalls darf es passieren, dass er Kitze oder Hasen schnappt oder jagt.

Sprechen Sie den Einsatz Ihres Hundes zuvor auch bitte mit den Verantwortlichen ab.

Sollte ein Landwirt oder ein Jäger Ihre Hilfe ablehnen, bleiben Sie bitte dennoch freundlich. Möglicherweise fürchtet ein Landwirt juristische Konsequenzen, sollte in Ihrem Beisein und trotz Ihrer Hilfe ein Unfall passieren. Beruhigen Sie ihn in diesem Fall. Denn wer sich zusätzliche Hilfe holt,  dem ist das Leben der Jungtiere schon einmal nicht egal.
Es kann aber auch sein, dass er bereits auf ein Helferteam zurückgreifen kann. Fragen Sie ihn freundlich, ob Sie sich anschließen dürfen oder sprechen Sie den entsprechenden Revierpächter (Jäger) an, ob Sie helfen können.

Was auch immer dahinter steckt, wenn Ihr Hilfsangebot abgelehnt wird - bleiben Sie freundlich und zugänglich, gerne auch auf eine positive Art und Weise beharrlich. Erklären Sie, was Sie unterstützend tun möchten (Scheuchen stellen, sie wieder einsammeln, mit Freunden die Wiese ablaufen etc.). Erinnern Sie ihn gerne an die Vorteile einer Mahd, die frei von Tierresten und somit unbedenklich für Kühe ist.

Bitte drohen Sie nicht mit einer Anzeige, ohne nähere Umstände zu kennen!

Es kann sein, dass Sie etwas übersehen haben und ihm Unrecht tun.
In den meisten Fällen verschließen Sie damit aber wenigstens den Zugang zu einer friedlichen Zusammenarbeit.

Wenn Sie bereits Erfahrung im Einsatz von Drohnen haben, schreiben Sie uns gerne mit Angabe Ihrer Kontaktdaten an. Wir listen Sie gerne in der entsprechenden Rubrik, damit Sie gefunden werden. Hilfreich sind dabei auch Informationen über Ihren Einsatzradius und mögliche Kosten, die auf Ihren Auftraggeber zukommen können.

Tragen Sie sich mit dem Gedanken, sich eine Drohne zu kaufen, um künftig für die Kitzrettung zur Verfügung zu stehen, raten wir Ihnen, sich Informationen von Unternehmen in Ihrer Nähe zu holen. Der Vorteil: Sie können sich die Geräte vor Ort ansehen. Aber auch telefonisch steht man Ihnen sicherlich gerne für Auskünfte zur Verfügung.
Alle Informationen rund um Drohnen finden Sie auf den Seiten unseres Kooperationspartners Bundesverband Copter Piloten.

Fliegen Sie bitte nicht ungeübt auf's Geratewohl los. Es gibt Vieles zu beachten - technisch und juristisch.

Diese zwei technischen Hilfsmittel schließen sich nicht gegenseitig aus, denn hierbei gibt es kein entweder oder, sondern den richtigen Zeitpunkt für die richtige Technik.

Drohne
Solange Kitze noch keinen Fluchtinstinkt entwickelt haben, wird nichts sie zum Aufstehen und Weglaufen bewegen. Auch keine Schallkanone. In den ersten Wochen ist deshalb ein umfangreicher Ablaufplan und/oder eine Drohne mit Wärmebildkamera das Mittel der Wahl.

Schallkanone
Sind die Jungen in einem Alter, in dem sie aufstehen und fliehen, wird eine Drohne sie vermutlich aufscheuchen und an eine andere Stelle der Wiese treiben. Unter Umständen könnte es schwierig werden, die Kitze einzufangen, um sie sichern zu können. Eine Schallkanone treibt sie in diesem Stadium im besten Fall aus ihrem Bett, sobald die Mähmaschinen anrollen.

Achtung! Verlassen Sie sich bitte niemals alleine auf eine Methode!

Da nicht alle Kitze zur selben Zeit gesetzt werden, kommt es vor, dass in einer Wiese fluchtfähige Kitze zusammen mit frisch gesetzten liegen. Nachzügler kann es immer geben! Wir raten ab der zweiten Hälfte der Mähsaison deshalb dringend, die Wiesen zuerst mit einer Drohne (und/oder konventionell) zu durchsuchen und jeden Fund zu prüfen. Flüchtet ein Tier nicht, bitte aus der Wiese tragen und sichern. Beobachten Sie beim Durchsuchen sehr genau, ob es Bewegungen gibt und gegeben hat. Der Mäheinsatz sollte nach der Suche unbedingt von einer Schallkanone begleitet werden.

Das System lässt Helferanfragen zu, wenn Sie als Jäger oder Landwirt registriert sind oder wir Sie als Kitzrettungs-Organisation gelistet haben.

Immer wieder hört man: "Jäger betreiben doch nur Kitzrettung, damit sie später mehr schießen können."

Die Wahrheit sieht anders aus:

Jäger sind zunächst einmal per Gesetz zur Hege verpflichtet (BJagdG §1, Abs. 1). Das bedeutet, dass sie dafür Sorge tragen müssen, dass kein Tier leidet oder ihm unnötige Schmerzen zugefügt werden. Ein Mähunfall ist ein solch unnötiger Schmerz, der Leid verursacht - ebenso wie beispielsweise Wildunfälle.
Abgesehen von gesetzlichen Vorschriften wie Hege, Vermeidung unnötiger Schmerzen usw. gibt es heutzutage auch eine ethische Verpflichtung zur Jungwildrettung. Die Zeiten haben sich stark gewandelt. Etwas, das früher noch akzeptabel war ("Heumahd bedeutet nun einmal totes Jungwild"), ist heute inakzeptabel: Jungwild muss bei der Mahd geschützt werden.