Es gibt vieles, was Sie tun können, um die kleinen Leben zu schonen. Die
Erfahrungen Ihrer Kollegen helfen Ihnen, selbst Maßnahmen zu ergreifen.

Nachbarwiesen

Sollten Sie eine Wiese haben, die inmitten von gemähten Flächen liegt, bedenken Sie bitte, dass die Tiere dieser Wiesen sich in ihre geflüchtet haben könnten. Lassen Sie deshalb besondere Vorsicht walten!

Mähtechniken

Es kostet Sie nichts, der Aufwand ist der selbe.

Wenn möglich, mähen Sie in zwei oder mehreren Etappen. Lassen Sie einen Teil der Wiese stehen, sollten Sie darin Jungtiere vermuten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Ricken ihre Kitze nachts weiter weg führen und Sie die zweite Hälfte am nächsten Tag verlustfrei mähen können.

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Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugen ist besser als Retten…

denn jede Möglichkeit sollte ergriffen werden, nicht nur dem Reh, sondern allen „Offenlandarten“ ein Leben neben unserer Landwirtschaft zu ermöglichen.

Hecken und Feldgehölze sollten zu dem Zweck stehen gelassen, gepflegt oder neu angelegt werden. Rehe, aber auch andere kleinere Säugetiere und Bodenbrüter brauchen Verstecke – schließlich ist niemandem geholfen, wenn die Tiere von einer Wiese auf die nächste flüchten und so vom Regen in die Traufe kommen.

Breite Feldränder sind nicht nur vorgeschrieben, sondern auch nützlich. Sie sollten mit Saatgut bepflanzt oder eingesät sein, das Rehen schmeckt und Kitze verdeckt. Das Reh als „Konzentratselektierer“, sprich, Feinschmecker, schätzt Wildkräutermischungen.

Für Rebhühner und Hasen darf man dafür in Getreidefeldern einen etwas breiteren Abstand zwischen den Halmen lassen, und auch das eine oder andere Unkraut dulden, das wiederum z. B. von Feldhasen goutiert werden kann.
Im Herbst kann das Stoppelfeld gerne noch ein wenig stehen bleiben, auch das freut Hase, Reh und Rebhuhn gleichermaßen. Außerdem findet der Feldhamster noch das eine oder andere Krümchen.

A propos Hamster: So genannte „Hamsterstreifen“ in der Mitte eines Feldes nutzen nicht nur dem Namensgeber, sondern auch andere Tiere finden hier Zuflucht, auch das Reh sowie diverse Insekten – diese wiederum sind für die Küken des Rebhuhns lebenswichtig.

Das Mulchen mithilfe von schweren Walzen ist hingegen eher kontraproduktiv, fallen ihm doch nicht nur Junghasen, sondern auch jede Menge Gelege von Bodenbrütern und Insekten zum Opfer. Auch sollte aus Rücksicht auf Feldhamster nicht allzu tief gepflügt werden.