Mit Herz, Technik und Verantwortung - Schutz junger Rehe vor dem Mähtod
- Ein zusammenfassender Überblick -
Die Rehkitzrettung schützt junge Rehkitze und anderes Jungwild während der Frühjahrs- und Sommermahd vor schweren Verletzungen oder dem Tod durch landwirtschaftliche Maschinen. Jedes Jahr fallen tausende Jungtiere der Mahd zum Opfer – obwohl es effektive Methoden gibt, um das zu verhindern.
Moderne Kitzrettung mit Wärmebilddrohnen, engagierte Helferinnen und Helfer sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern machen es heute möglich, Wiesen effizient abzusuchen und Kitze rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
Unser Ziel: flächendeckende, professionelle und nachhaltige Hilfe.
Warum ist Rehkitzrettung notwendig?
Rehkitze besitzen in den ersten Lebenswochen keinen Fluchtinstinkt. Bei Gefahr drücken sie sich instinktiv ins hohe Gras. Dieses natürliche Schutzverhalten wird ihnen bei der Mahd zum Verhängnis.
Ohne organisierte Hilfe bedeutet das:
- schwere Verletzungen der Tiere
- unnötiges Tierleid
- hygienische Risiken für Futtermittel
- psychische Belastung für Landwirte
Durch gezielte Maßnahmen lassen sich diese Risiken nahezu vollständig vermeiden.
Wie funktioniert moderne Rehkitzrettung?
1. Drohneneinsatz mit Wärmebildtechnik
Früh am Morgen werden Wiesen mit Wärmebilddrohnen abgeflogen. Die Körperwärme der Rehkitze hebt sich deutlich vom kühleren Boden ab.
2. Ortung und Sicherung
Gefundene Kitze werden vorsichtig gesichert – meist mit Grasbüscheln, um menschlichen Geruch zu vermeiden.
3. Freilassen nach der Mahd
Nach Abschluss der Mahd werden die Jungtiere wieder in die Nähe ihres ursprünglichen Liegeplatzes gesetzt.
Diese strukturierte Maßnahme ist effizient, tierschutzgerecht und praxiserprobt.
Wer beteiligt sich an der Rehkitzrettung?
Eine erfolgreiche Kitzrettung basiert auf Zusammenarbeit:
- Landwirte
- Jäger
- Drohnenpiloten
- Meist ehrenamtliche Helfer
Nur durch diese Kooperation kann diese Rat des Tierschutzes flächendeckend funktionieren.
Technik in der Rehkitzrettung
Moderne Jungwildrettung setzt auf:
- Wärmebilddrohnen
- GPS-Kartierung
- Einsatzplanung per Software
- strukturierte Suchraster
- Dokumentation der Einsätze
Technik ersetzt dabei nicht das Engagement – sie unterstützt es.
Rechtliche Grundlagen der Rehkitzrettung
Kitzrettung bewegt sich im Spannungsfeld von:
- Tierschutzgesetz
- Jagdrecht
- Landwirtschaftlichen Vorschriften
In vielen Regionen wird Rehkitzrettung inzwischen aktiv gefördert, da sie Tierwohl und landwirtschaftliche Sicherheit verbindet.
Häufige Fragen zur Rehkitzrettung
Wann beginnt die Rehkitzsaison?
In der Regel von Mai bis Juli, abhängig von Region und Witterung.
Ist Jungwildrettung verpflichtend?
Gesetzlich nicht überall, aber moralisch und fachlich dringend empfohlen.
Wie kann ich bei der Kitzrettung helfen?
Als Drohnenpilot, Helfer auf der Fläche oder durch organisatorische Unterstützung.
Mitmachen und Rehkitzrettung unterstützen
Jungwildrettung lebt vom Engagement.
Sie können:
- Einsätze melden
- Technik bereitstellen
- Helfer vermitteln
- Als Helfer mitmachen
- Sich bei uns listen lassen, um für Hilfesuchende sichtbar zu sein
- Öffentlichkeitsarbeit unterstützen
- Spenden
Jede Unterstützung stärkt die Maßnahmen nachhaltig.
Unser Anspruch an die Rehkitzrettung
Wir stehen für:
- strukturierte Einsatzplanung
- tierschutzgerechte Durchführung
- enge Zusammenarbeit mit Landwirten und Jägern
- transparente Kommunikation
- nachhaltige Organisation
Professionelle Hilfe bedeutet Verantwortung – gegenüber Tier, Natur und Landwirtschaft.
Rehkitzrettung rettet Leben
Jede gerettete Wiese zählt.
Jedes gefundene Kitz zählt.
Jeder Einsatz zählt.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Rehkitzrettung selbstverständlich wird – nicht die Ausnahme.