Warnung vor Betrugsversuchen: Vorsicht bei verdächtigen E-Mails im Vereinsumfeld
Aktuell kommt es vermehrt zu gezielten Betrugsversuchen, die sich speziell an Vereine und deren Vorstandsmitglieder richten. Dabei geben sich Täter als bekannte Personen aus dem Vorstand oder der Vereinsleitung aus, um andere Mitglieder zu einer schnellen, vertraulichen Handlung zu bewegen – meist mit dem Ziel, Geld oder Gutscheine zu erlangen.
Ein typisches Beispiel für eine solche Betrugs-Mail sieht wie folgt aus:
„Hallo [Name, meist Vorstandsmitglied],
ich brauche dringend deine Hilfe. Ich bin momentan eingespannt, aber ich habe mir überlegt, den Vorstandsmitgliedern, einschließlich dir, für ihre harte Arbeit und ihr Engagement zu danken. Ich habe beschlossen, alle mit elektronischen Geschenkkarten zu überraschen. Bitte kümmere dich diskret darum. Behandle die Sache vertraulich, bis alle Geschenkkarten geliefert wurden. Natürlich erhältst du auch eine. Ich brauche deine Hilfe beim Kauf der Karten und schicke sie an meine persönliche E-Mail-Adresse. Anschließend verteile ich sie selbst. Ich möchte dem Geschenk eine Dankesnachricht beifügen. Sag Bescheid, ob du das für mich erledigen kannst. Danke.
Mit freundlichen Grüßen,
[Name, meist ebenfalls Vorstandsmitglied]“
Diese Nachrichten wirken auf den ersten Blick glaubwürdig, da sie bekannte Namen verwenden, auf Vertrauen setzen und bewusst Zeitdruck sowie Vertraulichkeit erzeugen. Genau das sind jedoch typische Warnsignale eines sogenannten CEO- bzw. Vorstandsbetrugs.
Woran Sie Betrugsversuche erkennen können:
- Aufforderung zu Geheimhaltung oder Diskretion
- Dringlichkeit („bitte sofort“, „ich bin gerade eingespannt“)
- Bitte um Kauf von Geschenkkarten, Überweisungen oder andere Geldwerte
- Abweichende E-Mail-Adressen oder ungewohnter Schreibstil
- Bitte, etwas „privat“ oder außerhalb üblicher Vereinsabläufe zu erledigen
Wichtig:
Kein seriöses Vorstandsmitglied wird per E-Mail dazu auffordern, auf eigene Faust Gutscheine zu kaufen oder Geld weiterzuleiten. Im Zweifel gilt immer: telefonisch nachfragen oder persönlich rückversichern, bevor irgendeine Handlung erfolgt.
Bitte informieren Sie auch andere Vereine und Vereinsmitglieder über diese Masche, damit niemand darauf hereinfällt.
Aufmerksamkeit und kurze Rückfragen schützen den Verein vor finanziellen Schäden.