Piloten bitte lesen: Was muss bei Neuanschaffung von Drohnen für die Rehkitzrettung beachtet werden?
- Ich brauche einen Drohnenpiloten
Brauchen Sie zum ersten Mal Hilfe aus der Luft, tauchen Fragen auf, von denen wir die häufigsten auf einer gesonderten Seite beantworten. Wenn Sie nach einem Drohnenpiloten suchen, werfen Sie bitte einen Blick auf die Liste, sortiert nach Bundesländern und alphabetisch nach Standort. - Kosten Drohnen ein Vermögen?
Für rund 7.000 € ist ein guter Multikopter mit kitzrettungstauglicher Wärmebildkamera inklusive Ersatz-Akku und Zusatz-Equipment zu bekommen. Die Kosten für eine Versicherung belaufen sich zusätzlich auf rund 250 € pro Jahr. (Stand 2023) Lesen Sie hierzu bitte auch "Lohnt die Anschaffung einer eigenen Drohne?" des Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. - Kann man nur in den frühen Morgenstunden fliegen?
Es kommt auf die Erfahrung des Piloten, maßgeblich aber auch auf die eingesetzte Technik an, ob auch bei Sonnenschein und Wärme in den Mittagsstunden Wärme-Unterschiede zwischen Gras und Lebewesen ausreichend gut zu erkennen sind. In der Regel ist gegen 10 Uhr eine Umgebungstemperatur erreicht, die zuverlässige Aussagen nicht mehr möglich macht. ThermalDRONES entwickelte eine Software, die diese Schwierigkeit überbrücken kann. - Wie viele Leute braucht man?
Mindestens drei. Das Drohnen-Team besteht aus zwei Personen: dem Pilot, der den Multikopter fliegt und ihn gemäß gesetzlicher Vorgabe ständig im Blick behalten muss, und einem sogenannten "Spotter". Letzterer überwacht das von der Kamera übertragene Bild auf einem separaten Monitor. Der Spotter kann sich auf das Geschehen im Gras konzentrieren und Sichtungen sofort an die Mitarbeiter weitergeben. Bitte denken Sie daran, dass mindestens eine weitere Person benötigt wird, um ein gefundenes Kitz aus der Wiese zu holen. Diese Person wird über ein Walkie Talkie vom Spotter an die Wärmequelle geführt. - Wie lange kann am Stück geflogen werden?
In der Regel hält ein Akku je nach Bauart und Aktualität zwischen 20 und 45 Minuten. Je nach Größe des abzufliegenden Feldes sind Ersatz-Akkus empfehlenswert. - Welche gesetzlichen Richtlinien gelten für Drohnenpiloten?
Je nachdem, wo geflogen wird, gilt es neben den Kenntnisnachweisen, die man als Copterpilot erbringen muss, unterschiedliche Richtlinien zu beachten. Die strengsten gelten beispielsweise in der Nähe von Infrastruktur (Autobahnen, Bahntrassen etc.). Erkundigen Sie sich unbedingt vorab, damit es später keine Schwierigkeiten gibt. Informationen zu Regelungen bei:
- dipul (Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt)
- lba (Luftfahrt-Bundesamt)
- dfs (Deutsche Flugsicherung)
- BVCP (Bundesverband Copter Piloten). - Schutzgebiete & Flugverbotszonen
Seit 2024 gelten erleichterte Regelungen für den Drohnenflug zur Jungwildrettung. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob sich Ihr Einsatzort dennoch Einschränkungen unterliegt, stehen interaktive Karten zur Verfügung, auf denen Sie sich entsprechende Informationen anzeigen lassen können:
- dipul (Übersichtskarte)
- Geoportale der Bundesländer - UAV-Wetter-Vorhersage für DJI- und UAV-Drohnenpiloten
Als ein hilfreiches Tool hat sich diese Wetter-App erwiesen. Hier finden Sie einen Überblick über die Funktionen.
Zur Android-Version.
Zur iOS-Version. - Alle wichtigen Informationen rund um Drohnen finden Sie beim
Bundesverband Copter-Piloten.
Machen Sie sich bitte unbedingt mit den Regeln vertraut!
Ausführliche Details finden Sie auf den Seiten des Bundesverbands Copter Piloten:
EU-Regulierung und Betriebsvorschriften für Drohnen (immer aktuell)
Rehkitzrettung mit Bestandsdrohnen
Kennzeichnungs-Plaketten für Drohnen (Weitere wichtige Hinweise weiter unten auf der Seite)
Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten der Digitalen Plattform für unbemannte Luftfahrt (dipul) und dem Luftfahrt-Bundesamt (lba)
Die kleine Jägerfibel von Frankonia gibt einen kurzen Überblick, worauf bei der Jungtierrettung mit einer Drohne geachtet werden sollte.
Lange Zeit herrschte eine Ambivalenz zwischen Flugverboten in Vogelschutzgebieten, für die eine Sondergenehmigung schwer bis gar nicht zu bekommen war, und der Mäherlaubnis in eben diesen Gebieten. Die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten hat nun den Schutz der Bodenbrüter mit ins Kalkül gezogen und im Januar 2023 ein Positionspapier aufgesetzt, das Sie darüber informiert, was zu beachten ist.
Bitte machen Sie sich damit vertraut.
Links zu darin erwähnten sogenannten "Geografischen Gebieten" finden Sie auch unter "Häufige Fragen zu Drohnen" auf dieser Seite.
Rasso Walch hat 17 wertvolle Tipps für Drohnenpiloten zusammengestellt.
Mit herzlichem Dank für die Genehmigung an Rasso Walch und jagderleben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite von PhDr. Hubert Fankhauser MSc.
Einige Fragen tauchen naturgemäß auf, wenn Sie das erste Mal mit einem Drohnenpiloten zusammenarbeiten.
- Wann wird geflogen, wann gemäht?
Anders als bei konventionellen Methoden ist die Suche mit Drohnen nur sinnvoll, wenn kurz darauf gemäht wird. Während Vergrämungsmaßnahmen darauf abzielen, Ricken dazu zu bewegen, ihre Kitze nachts selbst aus dem Feld zu führen, umgeht man mit Drohnen den tierischen Instinkt. Die Entfernung der Kitze aus dem Feld übernehmen hierbei Menschen, sobald die Tiere durch die Drohne aufgespürt worden sind. Das Jungwild wird in Kartons oder Wäschekörben gesichert bis die Mahd vorbei ist. Selbstverständlich sollten die Kleinen nicht allzu lange "in Gefangenschaft" bleiben. - Kann zu jeder Zeit geflogen werden?
Da Drohnen mit Kameras ausgestattet sind, die den Wärmeunterschied zwischen Wiese und Kitz erkennen müssen, ist eine erfolgreiche Suche zeitlich nur begrenzt möglich. Wird es insgesamt zu warm, heizt sich auch die Umgebung um die Tiere herum auf und man kann Kitze nicht mehr sehen. Es bietet sich deshalb die Suche am frühen Morgen an.
Kühlt es gegen Abend deutlich ab - und wird am selben Abend noch gemäht (!) -, ist auch dann ein Flug möglich. Nacht-Flüge vor und nach Sonnenuntergang sind grundsätzlich nicht erlaubt. - Wie viel Fläche kann auf einmal abgesucht werden?
Das hängt vom Equipment des Piloten ab und liegt zwischen 3 ha pro Akku und 1 ha pro Minute. Eine detaillierte Absprache im Vorfeld ist deshalb wichtig. Setzen Sie im Falle eines Falles Prioritäten für die zu befliegenden Flächen und kalkulieren Sie die spätere Mahd eines Teils der Flächen ein. - Wann sollte ein Drohnenpilot gebucht werden?
Ein Vorlauf von 2-3 Tagen ist vorteilhaft, um den Piloten die Möglichkeit zur Planung zu geben. Sollte nach längerer Kälte- und/oder Regenzeit eine kurze Periode guten Wetters in Sicht kommen, melden Sie sich am besten noch früher. In solchen Situationen ist nämlich davon auszugehen, dass überall gleichzeitig gemäht wird und das Angebot an Piloten knapp werden kann.
Schulungen und Kurse für den EU-Drohnenführerschein „Fernpilotenzeugnis A2“
Eine der wichtigsten Voraussetzung zum sicheren Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugsystemen (UAS, Unmanned Aircraft Systems) ist die Qualifikation des Fernpiloten – auch umgangssprachlich als Copter-Pilot oder Drohnen-Pilot bezeichnet.
Er muss in den Betrieb der unbemannten Luftfahrzeugsysteme umfassend eingewiesen sein sowie über ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Steuerung und Navigation und der relevanten Meteorologie verfügen. Zudem sollte er über die dafür einschlägigen luftrechtlichen Grundlagen und über die örtliche Luftraumordnung informiert sein. Und er sollte allgemeine praktische Kenntnisse und Fertigkeiten in der Anwendung des unbemannten Luftfahrzeugsystems haben.
Höherer Qualifikation durch das EU-Fernpilotenzeugnis A2
Erfahrung und sicherer Umgang mit Drohnen sichern die besten Ergebnisse und lange Freude am Copter-Fliegen. Unser Kooperationspartner bietet hierfür die Grundlagen, die Sie brauchen. Die vom Bundesverband Copter Piloten e. V. (BVCP) zugelassenen Schulungspartner vermitteln hierfür umfangreiches Wissen und Können. Egal ob als reiner Online-Kurs oder kombiniert mit Praxisteil in Form von ganztägigen Basis-Kursen für Einsteiger oder halbtägigen Aufbaukursen für Fortgeschrittene – der BVCP bietet mit den Kursen zum EU-Fernpilotenzeugnis A2 Nichtmitgliedern wie Mitgliedern die perfekte Schulung für die Anforderung ans Drohnenfliegen als Rehkitzretter.
Bei Kitzrettung-Hilfe registrierte Drohnenpiloten
Unten gelistete Anbieter (alphabetisch nach Standort sortiert) stellen sich - entgeltlich oder unentgeltlich - im Rahmen des Projektes für den Einsatz von Multikoptern zur Verfügung.
Einsätze, Absprachen und Rechnungsstellungen laufen allerdings nicht über Kitzrettung-Hilfe, sondern müssen untereinander vereinbart werden.
Ebenso übernimmt Kitzrettung-Hilfe keine Gewährleistung für den Erfolg der Einsätze.
Fragen Sie als Hilfesuchende/r deshalb bitte immer nach der eingesetzten Technik, der Fluggenehmigung in Ihrem jeweiligen Einsatzgebiet und prüfen Sie, ob es sich dabei um Natur- und Vogelschutz- oder andere Gebiete handelt, in denen Flugverbot herrscht und Sondergenehmigungen notwendig sind.
Als Drohnenpilot listen lassen
Lassen Sie sich als Kopterpilot gerne von uns auf die Liste nehmen. Füllen Sie dazu bitte einfach das Formular aus und schicken es per Mail an uns zurück.
Drohnenpiloten (alphabetisch nach Bundesland und Ort):
(Falls Sie grenznah nach Hilfe suchen, finden Sie im Anschluss an die Liste Infos zu Liechtenstein, Österreich und zur Schweiz.)